#Wochenbrief KW20 10.05.2026  „Väter & Mütter in Christus“

„Jüngerschaft: Väter und Mütter in Christus werden“

 

Liebe Leserinnen und Leser dieses Wochenbriefes!

Auf die Phase der „Kindheit in Christus“ folgt die geistliche Entwicklungszeit der „Jungen Männer und Frauen in Christus“, die im Laufe der Jahrzehnte der Nachfolge zu „Vätern und Müttern in Christus“ heranreifen (vgl. 1. Joh. 2, 12-14). Was kennzeichnet sie?

 

1. Gott kennen

Ihr habt den erkannt, der von Anfang an ist. 1. Johannes 2, 13.14

Väter und Mütter in Christus haben jahrzehntelang ihre persönliche Beziehung zu Gott gepflegt. Sie haben ihn immer mehr erkannt, Gottes Wesen und Gottes Willen sind ihnen immer vertrauter geworden. Deshalb ist ihr Glaube fest und tragfähig, auch in schweren Zeiten und mit offenen Fragen. Sie können felsenfest Gott vertrauen, auch ohne alles zu verstehen.

2. Innengeleitet durch Wort und Geist

Unterdrückt nicht das Wirken des Heiligen Geistes. Verachtet nicht die Weisungen, die er euch gibt. Prüft aber alles, und nehmt nur an, was gut ist. Von jeder Art des Bösen haltet euch fern! 1. Thessalonicher 5, 19-22 (GNB)

Das Wort Gottes und die Impulse des Heiligen Geistes sind für Väter und Mütter in Christus immer mehr der Kompass ihres Lebens grundsätzlich und auch des konkreten Alltags geworden. Aus der engen gewachsenen Beziehung zu Christus vermögen sie zu unterscheiden und ihre Wahrnehmung und ihr Urteilsvermögen sind geistlich immer treffsicherer geworden. Sie lassen sich von innen leiten und werden deshalb immer unabhängiger von äußeren, machtvollen oder auch bedrohlichen Faktoren.

3. Mit Gottes Augen sehen lernen

Wir richten unseren Blick nämlich nicht auf das, was wir sehen, sondern auf das, was jetzt noch unsichtbar ist. Denn das Sichtbare ist vergänglich, aber das Unsichtbare ist ewig. 2. Korinther 4, 18 (NGÜ) Nicht das Sichtbare, sondern das Unsichtbare prägt das Vertrauen. Äußerliches spielt eine sehr untergeordnete Rolle, Innerliches zu empfinden bei sich selbst und anderen führt zu einer tieferen Wahrnehmung. Nicht immer noch mehr Wissen ist der Fokus, sondern die angemessene Anwendung des Wissens, die Weisheit, die Gott wirkt.

4. Charakterzüge Jesu Christi

Die Frucht hingegen, die der Geist Gottes hervorbringt, besteht in Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Rücksichtnahme und Selbstbeherrschung. Galater 5, 22 (NGÜ) Jahrzehntelange Nähe zu Jesus, Aufrichtigkeit vor Gott, Demut im Entgegennehmen von Kritik, beständiges Umkehren, hingebungsvoller Dienst an anderen in Reich Gottes und Gemeinde und Beständigkeit in geistlichen Übungen lassen immer mehr Züge des Charakters von Jesus durchscheinen. Suchende Menschen und junge Christen fühlen sich von solchen Vätern und Mütter in Christus angezogen und lernen gerne von ihnen als Vorbildern.

5. Geistliche Elternschaft – Dienst an den nächsten Generationen

Wir verkündigen dem kommenden Geschlecht den Ruhm des Herrn und seine Macht und seine Wunder, die er getan hat. (…) dass sie setzen auf Gott ihre Hoffnung und nicht vergessen die Taten Gottes, sondern seine Gebote halten. Psalm 78, 4b.7 (LB) Für Väter und Mütter in Christus haben das Heil, das Wohl und die Entwicklung der nächsten Generation(en) Priorität, aus ewiger Perspektive überwinden sie immer mehr die Fixierung auf sich selbst und ihre eigenen Bedürfnisse und bringen gerne Opfer, damit die Gemeinde Jesu und das Reich Gottes mit der neuen Generation weiter wächst. Sie leben mit ansteckender, ewiger Perspektive! Es lohnt sich also, täglich in der Jüngerschaft zu wachsen, um ein Vater oder eine Mutter in Christus zu werden! – Über diese und ähnliche Zusammenhänge haben wir im Gottesdienst am 10. Mai mit Pastor André Peter, Regional-Referent Nord des BEFG, nachgedacht.                                                                                    

 

Steffen Kahl-Gaertner, Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Kreuzgemeinde Bremen, 10. Mai 2026 (KW 20)