Wozu sind wir da?
Liebe
Geschwister der Kreuzgemeinde und der Hoffnungskirche!
„Lasst uns
lieben, denn er hat uns zuerst geliebt!“ (1. Johannes 4, 19) Es geht für den Rest unseres
Lebens darum, dass wir einzeln und gemeinsam als von Gott Geliebte Liebe
leben lernen!
Als von Gott
geliebte Menschen findet unsere Liebe zu Gott und zu den Menschen ihren
Ausdruck in der Liebe untereinander und in den drei großen Bereichen des
Gesandt-Seins mit Jesus zu den Menschen:
Evangelisation
und Gemeindeaufbau: „Geht
zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den
Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu
befolgen, was ich euch geboten habe.“ (Matthäus 28, 19.20a)
„macht die
Menschen zu meinen Jüngern“ –
das ist Evangelisation in den verschiedensten Formen.
„lehrt sie,
alles zu befolgen, was ich euch geboten habe“ – das ist Gemeindeaufbau in all seinen
Facetten.
Barmherzigkeitsdienste
/ Diakonie: „Was ihr
für einen meiner geringsten Brüder oder für eine meiner geringsten Schwestern
getan habt, das habt ihr für mich getan.“ (Matthäus 25,40)
Wenn wir uns
Armen und Bedürftigen zuwenden, begegnen wir Jesus: Jeder Mensch ist ein
Ebenbild Gottes, auch der „heruntergekommene Mensch“. Auch der ist wertvoll und
geliebt, weil der „heruntergekommene Gott“ (vgl. Philipper 2, 5-11), Jesus am
Kreuz, auch für sie/ihn gestorben ist. Wenn wir uns den „Letzten“ zuwenden,
dann dürfen wir sicher sein, dass wir die Gesichter, die Hände und Füße von
Jesus sind, durch die Jesus selbst diesen Menschen begegnet.
Weltverantwortung: „Suchet der Stadt Bestes!“ (Jeremia
29,7a) „Ihr seid das Salz für die Erde.“ – „Ihr seid das Licht der Welt!“
(Matthäus 5,13a.14a.)
Wir sollen durch
das Licht des Wortes und der Liebe Gottes Orientierung geben. Und als Salz sind
wir dazu da, den Verfalls-Prozess der Welt zu verlangsamen. Wir „pökeln“ quasi
die gefallene Schöpfung als „Konservierungsmittel“ bis Jesus wiederkommt. Unser
Rückzug aus der Stadt und aus der Welt ist nicht Gottes Wille, sondern er will
unser Hineinwirken in die Welt auf allen Ebenen.
Wenn wir als
Kreuzgemeinde und als Hoffnungskirche kooperieren und möglicherweise 2027
fusionieren werden, geht es um die Frage, ob wir dadurch besser den Menschen in
Bremen und umzu dienen können. Das ist die entscheidende Frage! „Die Gemeinde
Jesu Christi ist die einzige Organisation in der Welt, die zum Wohle ihrer Nicht-Mitglieder
existiert.“ (John Stott)
Steffen Kahl, Pastor
der Evangelisch-Freikirchliche Kreuzgemeinde Bremen – 15.02.26 – KW 08