#Wochenbrief KW 31 Zur Ruhe kommen -1 Psam 46 KG 23. Juli 2026#

„Zur Ruhe kommen (1)“

 

EINE FESTE BURG IST UNSER GOTT

Psalm 46, 2-12 (LB2017)

 

1 Ein Lied der Korachiter, vorzusingen, nach der Weise »Junge Frauen«.

2 Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.

3 Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken,

4 wenngleich das Meer wütete und wallte und von seinem Ungestüm die Berge einfielen. Sela.

5 Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind.

6 Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie fest bleiben; Gott hilft ihr früh am Morgen.

7 Die Völker müssen verzagen und die Königreiche fallen, das Erdreich muss vergehen, wenn er sich hören lässt.

8 Der HERR Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz. Sela.

9 Kommt her und schauet die Werke des HERRN,

der auf Erden solch ein Zerstören anrichtet,

10 der den Kriegen ein Ende macht in aller Welt, der Bogen zerbricht, Spieße zerschlägt und Wagen mit Feuer verbrennt.

11 Seid stille und erkennet, dass ich Gott bin! Ich will mich erheben unter den Völkern, ich will mich erheben auf Erden.

12 Der HERR Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz. Sela.

 

Liebe Leserinnen und Leser dieses Wochenbriefes!

 

Wie finden wir Ruhe? Die Nachrichten bombardieren uns täglich mit neuen Meldungen, die be-unruhig-end sind. Und dazu haben wir alle auch unsere eigenen „Päckchen“ zu tragen. Viele bedrängt uns und ist be-unruhig-end. Allzu leicht kann es uns passieren, dass wir gedanklich kopflos werden und unser Herz von Sorgen erfüllt wird. Der Psalmist vermittelt Gottes Ruf: „Seid still und erkennt, dass ich Gott bin!“ (Vers 11).

Seid still… Wir dürfen runterfahren, zur Ruhe finden, Pause machen. Uns bewusst auf die Gegenwart Gottes einlassen. Jedes Gebet, jede Andacht, jede „stille Zeit“, jede Bibellese und jedes Bibelgespräch, jeder Gottesdienst hilft. Dabei dürfen wir Gott, auch unser Herz ausschütten: Die quälenden Sorgen und die beängstigenden Gedanken vor ihm aussprechen. Vielleicht hilft uns ein geistliches Lied, dass wir singen oder uns anhören.

…und erkennt… Unser Glaube braucht immer neues, konkretes Erkennen. Wir haben nicht einfach eine Dauerkarte des Vertrauens gebucht, nein, wir dürfen immer neu angesichts neuer Herausforderungen erkennen, dass unser Herr ja da ist. Dazu braucht es ein bewusstes Innehalten, das uns zu neuem Vertrauen führen will.

…dass ich Gott bin. Bei Gott laufen die Fäden der Geschichte zusammen. Alle Machthaber der Welt sind nur sterbliche Menschen. Alle Lebensbedrohungen sind zeitlich und irdisch. “Gott ist immer noch Gott! Gott ist immer noch! Gott ist immer! Gott ist Gott!“, heißt es in einem Glaubens-stärkenden Chorus. Das dürfen wir beim Innehalten neu entdecken. Unser Herr hat nicht den Überblick verloren. Seine Möglichkeiten sind viel größer als unsere Möglichkeiten. Die Zukunft ist offen, weil wir Gottes Einfluss mit auf der Rechnung haben dürfen. So kommt der Psalmist zu dem Schluss:

Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. Es weitet unser Herz, unsere Gedanken und unseren Blick, wenn wir in der Stille neues Vertrauen wagen. Dadurch lösen sich nicht alle Herausforderungen auf, aber wir können sie anders wahrnehmen und angehen: Gehalten und getragen, mit Zuversicht und Hoffnung. Diese Erfahrung wünsche ich uns allen! Wir dürfen innere Ruhe und Halt finden!     

 

Steffen Kahl, Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Kreuzgemeinde Bremen, 26. Juli 2026 (KW 31)