#Wochenbrief KW 37 – Trotz großer Herausforderungen gut schlafen – wie geht das?

Trotz großer Herausforderungen gut schlafen – wie geht das?

Psalm 127,1-2 An Gottes Segen ist alles gelegen!

 

1 Ein Lied von Salomo für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen. Wenn der HERR nicht das Haus baut, dann ist alle Mühe der Bauleute umsonst. Wenn der HERR nicht die Stadt bewacht, dann wachen die Wächter vergeblich.

2 Ihr steht frühmorgens auf und gönnt euch erst spät am Abend Ruhe, um das sauer verdiente Brot zu essen. Doch ohne Gottes Segen ist alles umsonst! Denen, die er liebt, gibt Gott alles Nötige im Schlaf! [Es kann auch so übersetzt werden: Denen, die er liebt, gibt Gott (den nötigen) Schlaf]

 

Liebe Leserinnen und Leser des Wochenbriefes!

Ein Haus zu bauen und eine Stadt zu bewachen gelingt nicht ohne Gottes Hilfe? Ohne ihn haben wir viel Mühe und sorgen und schlafen schlecht? Wie ist das gemeint?

Mit einem Haus verbinden wir einen Ort, wo wir uns sicher fühlen und geborgen, wo wir willkommen sind und uns ausruhen können, wo wir gern mit Menschen zusammen sind, die wir lieben und die uns lieben. Einen solchen Ort sollen wir bauen.

In der Bibel wird mit einem Haus auch unser Körper bezeichnet. Er ist eine Hütte, die irgendwann abgerissen und durch eine viel bessere ersetzt wird (wenn wir sterben oder wenn Jesus wiederkommt: 2. Korinther 5,1-4). Hier auf der Erde ist es unsere Aufgabe, dieses Lebenshaus in guter Weise zu bauen (1. Korinther 6,19-20).

Auch die Gemeinde Jesu wird als Haus bezeichnet. Wir sind Tempel des Heiligen Geistes. Die Gemeinde wird auf dem Fundament der Apostel und Propheten aufgebaut. Jesus ist Baumeister (Matthäus 16,18) und Eckstein, an dem wir uns als lebendige Steine ausrichten (2. Korinther 6,16; Epheser 2,20; 1. Petrus 2,5).

Dieses Haus ist gefährdet. Es gibt den Widersacher Gottes, dessen Absicht es ist, zu zerstören und zu morden, während es die Absicht Jesu ist, uns das Leben in seiner ganzen Fülle zu geben (Johannes 10,10). Deshalb sollen wir wachsam sein (1. Petrus 5,8) und uns schützen (Epheser 6,10-18).

 

Diese Aufgaben überfordern uns. Deshalb fordert Gott uns heraus, mit ihm zusammen unser Leben und unsere Gemeinde zu gestalten. Er möchte, dass wir mit ihm in Verbindung bleiben und mit ihm zusammen die Gaben, die er uns gegeben hat, einsetzen. Dann wird er mit seiner Kraft und seinen Möglichkeiten unsere Arbeit so ergänzen und vollenden, dass unser Haus (der Einzelne und die Gemeinde) gebaut und geschützt wird. Wer darauf vertraut, kann gut schlafen.

 

Mit ihm bleiben wir durch seinen Heiligen Geist verbunden. Durch den Geist Gottes können wir Gottes Nähe und seine Liebe erleben, Jesus zurücklieben, werden wir geleitet, verstehen die Bibel, können wir beten, einander verstehen, Konflikte lösen, einander dienen und lieben, Strukturen schaffen, Projekte entwickeln und durchführen und Gutes tun. Deshalb ist es wichtig, sowohl Jesus in sein Leben einzuladen als auch den Heiligen Geist, uns von ihm verändern zu lassen und uns ihm mit unserem ganzen Leben zur Verfügung zu stellen.

 

Der Kirchenlehrer Augustin soll Folgendes gesagt haben:

Ohne Gott können wir nicht.

Ohne uns will Gott nicht.

 

Pastor Hartmut Grüger, Predigt in der Kreuzgemeinde Bremen am 6. 9.2026 (Wochenbrief KW 37)