#Wochenbrief KW19 03.05.2026  Barmherzigkeit „Gott ist so anders als wir…“ 2. Mose 34, 6

Barmherzigkeit „Gott ist so anders als wir…“ 
2. Mose 34, 6 

Liebe Leserinnen und Leser dieses Wochenbriefes!

In Exodus 34, 4-6 lesen wir:
„Da hieb Mose zwei Steintafeln zurecht, genau wie die ersten beiden.
Er machte sich früh am Morgen auf und stieg auf den Berg Sinai,
wie der Herr es befohlen hatte. Die beiden Steintafeln nahm er mit sich.
5 Da fuhr der Herr in einer Wolke herab. Mose stellte sich dort vor ihn hin
und rief den Herrn bei seinem Namen an. Der Herr ging an ihm vorüber.
Mose rief: »Herr, Herr, Gott! Du bist reich an Barmherzigkeit und Gnade,
unendlich geduldig und voller Güte und Treue.

Mose begegnet Gott und die erste Beschreibung von Gottes Wesen ist, dass ER barmherzig ist.
Im Hebräischen ist das Wort Rachum oder als Nomen Rachamim im Wortstamm verwandt mit
dem Wort Rechen, dass den Schoß oder den Mutterleib beschreibt. Die Eigenschaft der
Barmherzigkeit beschreibt den Kern einer Person – es ist wie das liebevolle Zuwenden der Mutter
zu ihrem hilflosen Säugling. Verbunden mit tiefen Emotionen und gleichzeitig zugewandten
Handeln. Und so zeigt sich Gott in der Geschichte Israels: Er ist barmherzig und befreit sein Volk
aus der Gefangenschaft in Ägypten. Er ist barmherzig und versorgt sein Volk in der Wüste und
geht ihm voran. Er ist barmherzig und gibt seinem Volk, dass sich immer wieder Götzen
zuwendet, gewalttätig ist, sich von Gott abwendet, eine neue Chance. Das betonen die
Propheten, wie Jesaja und diese barmherzige Zuwendung findet Ausdruck in der Geburt Jesu,
der als barmherziger Sohn Gottes in diese Welt kommt. Mit dem griechischen Wort Oiktirmos
beschreiben die Evangelisten im Neuen Testament Jesus als den, dem die Not und das Leid der
Menschen nahe geht und der hilft, heilt, wiederherstellt. Jesus zeigt am Ende seine
Barmherzigkeit zu uns dadurch, dass er sich in das Leid und in den Tod stellt und uns als
Menschheit rettet. Denen, die IHM vertrauen und die seine Barmherzigkeit angenommen haben
sagt Jesus, dass wir barmherzig sein sollen, so wie unser Vater im Himmel barmherzig ist. (Lk 6,
26). Damit sagt ER: lasst euch von dem Leid anderer berühren und helft, baut auf, verändert zum
Guten – mit und durch Jesu Hilfe. In diesem Sinne wünsche ich uns Erfahrungen in dieser Woche
von Gottes Barmherzigkeit für uns – ER fühlt mit Dir und uns, versteht uns und Er will uns helfen.
Und ER möchte uns einsetzen für unser Umfeld, dass wir etwas von Seiner Barmherzigkeit, von
Seinem Mitgefühl, von Seinem Mitleiden von Seinem Helfen für andere einsetzen.

Herzliche Segenswünsche für die neue Woche!
Eure

Ariane Kahl-Gaertner
Gemeindereferentin der Evangelisch-Freikirchlichen Kreuzgemeinde Bremen
KW 19