#Wochenbrief KW 36 – Frage aller Fragen

Das Bekenntnis des Petrus und die Verheißung an ihn

Da kam Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach: Wer sagen die Leute, dass der Menschensohn sei? Sie sprachen: Einige sagen, du seist Johannes der Täufer, andere, du seist Elia, wieder andere, du seist Jeremia oder einer der Propheten. Er sprach zu ihnen: Wer sagt denn ihr, dass ich sei? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist der Christus, des lebendigen Gottes Sohn! Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen. Ich will dir die Schlüssel des Himmelreichs geben: Was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel gelöst sein. Da gebot er den Jüngern, niemandem zu sagen, dass er der Christus sei.

Die erste Ankündigung von Jesu Leiden und Auferstehung

Seit der Zeit fing Jesus an, seinen Jüngern zu zeigen, dass er nach Jerusalem gehen und viel leiden müsse von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tage auferstehen. Und Petrus nahm ihn beiseite und fuhr ihn an und sprach: Gott bewahre dich, Herr! Das widerfahre dir nur nicht! Er aber wandte sich um und sprach zu Petrus: Geh weg von mir, Satan! Du bist mir ein Ärgernis; denn du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist.

Matthäus 16, 13-23 (LUT)

 

Die Frage aller Fragen

Jesus will hier wissen, was die Menschen über ihn sagen und denken. Die Apostel nennen ein paar Antworten, aber sie liegen alle falsch: Jesus ist mehr als ein Prophet.  Auch heute gibt es viele Theorien darüber, wer ist Jesus, aber nur eine Antwort ist die richtige. Diese richtige Antwort bekommt Petrus aus Offenbarung Gottes, nicht aus eigener Intelligenz. „Wer ist Jesus?“ ist die wichtigste Frage, die wir als Individuen und als Gemeinde beantworten müssen. Der Grund dafür ist, dass Jesus die wichtigste Person ist. Er ist der einzige Retter. Er ist die perfekte Offenbarung Gottes und Gott selbst. Er zeigt uns, wer Gott ist und wie wir sein sollen.

Ich will meine Kirche bauen

Ich glaube, dass die Kirche die Hoffnung der Welt ist. Sie ist ein Stück Himmel auf Erden, eine Probe von der neuen Schöpfung und dort ist möglich, was in der Welt unmöglich ist. Aber dieser Text erinnert uns, dass nicht wir, sondern Jesus seine Gemeinde baut. Es wird immer wieder versucht, das Wunder der Gemeinde ohne Jesus wiederzugeben und es scheitert immer. Auch Gemeinden, wenn sie sich von Jesus trennen wollen, verwelken.

Die Pforten der Hölle

Jesus erwähnt hier, wogegen wir als seine Kirche zu tun haben: die Pforten der Hölle. Ich verstehe die Pforten der Hölle als Ausdruck der Mächte der Finsternis in diese Welt. Die Herausforderung für die Gemeinde sprengt Kultur, Generation, Prägung oder Interesse. Die Pforten der Hölle wollen Gemeindewachstum verhindern.

Deswegen ist in der Bibel die Verkündigung des Evangeliums eine Kriegserklärung, aber nicht an Menschen, sondern an die Gewalten und Mächte dieser Welt.

Die aufmerksame Bibelleser werden merken, an wen das Evangelium zum ersten Mal gepredigt wurde in 1. Mose 3, 15: An den Teufel als Bedrohung. Dort verspricht ihm Gott, dass der Nachkomme der Frau eines Tages den Kopf der Schlange zertreten wird.

Dieser Krieg wurde am Kreuz und Auferstehung Jesu gewonnen, sodass wir wissen dürfen: in Christus triumphieren wir.

Die Warnung

Hier versucht Petrus, Jesus zu korrigieren, und wird auf das Schärfste von ihm getadelt. Das bleibt auch für uns gültig: Der Weg dahin, Gemeinde als Hoffnung für die Welt zu erleben, geht nicht am Kreuz und am Evangelium vorbei. In dem Moment, wo wir das versuchen, sind wir zum Scheitern verurteilt.

Der Text beginnt mit der Frage wer ist Jesus und endet mit der Warnung: Wir können ihn nicht vom Evangelium (Kreuzigung und Auferstehung) trennen.            

Wochenbrief für die Kreuzgemeinde Bremen, 30. August 2026 (KW 36)