Mit dem Auferstandenen leben
Liebe Leserinnen und Leser dieses Osterbriefes!
„Jesus ist gewiss nicht auferstanden!“ – „Jesus ist aller menschlichen Erfahrung nach nicht auferstanden!“ – „Jesus ist vermutlich nicht auferstanden!“ – „Jesus ist höchstwahrscheinlich nicht auferstanden!“ – „Jesus ist vielleicht auferstanden!“ – „Jesus ist vermutlich auferstanden!“ – „Jesus ist hochwahrscheinlich auferstanden!“
Was haben diese Aussagen gemeinsam, ganz gleich ob sie leugnen oder für möglich halten, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, aus dem Tod verwandelt wurde in eine völlig neue, ewige Existenzform? Alle diese Aussagen bekennen keine Gewissheit – und deshalb werden sich diejenigen, die sich so oder so ähnlich äußern, nicht mit ihrem ganzen Leben und allem, was sie ausmacht, Jesus zur Verfügung stellen für Zeit und Ewigkeit. Ja, es ist eindeutig: Der Ostermorgen entscheidet alles in unserem Leben – ALLES!
Wenn wir der Osterbotschaft vertrauen, dann wissen wir, dass unser ganzes irdischen Leben, ja sogar die ganze Weltgeschichte, nur vorläufig ist und das eigentliche Leben nach dem Tod erst richtig beginnt! Dieselbe Kraft, die Jesus verwandelt hat zum ewigen Leben, wird auch uns als Gläubige verwandeln zum ewigen Leben und die Welt verwandeln zum Neuen Himmel und zur Neuen Erde! Weil die Botschaft von Oster-Sonntag-Morgen tatsächlich wahr ist, stellt sie unser Leben und unser Sterben in ein völlig neues Licht! Wir verstehen dann, dass die einzige angemessene Antwort auf Ostern die Entscheidung zum Leben mit Jesus mitten in dieser Welt ist! Dass wir schon jetzt in der unsichtbaren Wirklichkeit des Himmels leben und wir deshalb alles in der Gegenwart des Auferstandenen tun oder lassen. Wer Ostern ernst nimmt, dessen Leben wird sich immer mehr erkennbar verändern und sich vom Leben derer, die der Botschaft der Auferstehung nicht vertrauen, merklich unterscheiden.
Am Osterfest 2026 dürfen wir uns stark ermutigen lassen:
Er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist und wie überschwänglich groß seine Kraft an uns ist, die wir glauben durch die Wirkung seiner mächtigen Stärke. Mit ihr hat er an Christus gewirkt, als er ihn von den Toten auferweckt hat. Epheser 1, 18-20a (LB 2017)
Wir dürfen lernen, anders zu sehen, anders zu hoffen und andere Kraft zu schöpfen – das bedeutet es, mit dem Auferstandenen zu leben.
Wir wünschen Euch allen – und Euren Lieben nah und fern – ein gesegnetes, gewisses und hoffnungsvolles Osterfest 2026: Entschiedene Christen leben als Ostersonntag-Morgen-Leute in einer Karfreitag-Welt – in der Kraft der Auferstehung, die uns trägt und tatkräftig macht bis zu unserer eigenen Verwandlung!
Pastor Gemeindereferentin
Evangelisch-Freikirchliche Kreuzgemeinde Bremen, Ostern, 05. April 2026 (KW 15)