#Wochenbrief KW10 01.03.2026 „Geliebt Liebe leben lernen (4): Gottes Liebe konkret erfahren (2)”

Geliebt Liebe leben lernen (4): Gottes Liebe konkret erfahren (2)

Liebe Leserinnen und Leser dieses Wochenbriefes!

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander liebhabt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. 

Johannes 13, 34.35 (LB2017)

Aus der immer wiederkehrenden eigenen Erfahrung des Geliebt-Werdens durch unseren himmlischen Vater wächst die eigene Liebeskapazität dahin gehend, dass wir mehr und mehr in der Lage sind, andere zu lieben. Jesus gebietet uns das sogar. Der Grund ist ganz einfach: Gottes Liebe und Gnade sind unteilbar. Sie gelten nicht nur mir für mich selbst, sondern auch für die anderen um mich herum und alle anderen. Deshalb sind wir dazu berufen, als von Gott Geliebte anderen durch uns die gleiche Erfahrung zu ermöglichen: In dem wir andere annehmen und lieben, ihnen vergeben und sie ermutigen machen wir genau das, was Gott mit uns macht und wie er allen anderen begegnen will – ganz direkt und indirekt durch uns. Wenn Christen sich gegenseitig lieben, erleben sie auch darin die Liebe Gottes.

 

Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen. Apostelgeschichte 2, 46

       

Geht nun hin zu allen Völkern und ladet die Menschen ein, meine Jünger und Jüngerinnen zu werden. Matthäus 28, 19a (BasisBibel)

Dadurch wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet. Johannes 15, 8 (NZB)

Geistliches Wachstum und Nachfolge / Jüngerschaft durch Liebe untereinander gelingen besser in Stuhlkreisen als in Stuhlreihen. Die Baptistengemeinden in Deutschland haben traditionell Jüngerschaft etwa so verstanden: 1) Durch Besuch der Gottesdienste und 2) der Bibelstunde und durch 3) aktive Mitarbeit wächst der Gläubige. Dabei fehlt die gewollte und und bewusste Erfahrung eines „Jüngerkreises“/“Schülerkreises“: Jesus hatte 12 Jünger, mit denen er drei Jahre lang sein Leben geteilt hat und sie gelehrt hat. Eine Form, dass auch heute zu erleben, ist, wenn wir mit 7-12 anderen uns am besten wöchentlich treffen zum Bibellesen und Beten und vor allem in der konkreten Anwendung des Erkannten auf unser konkretes Leben. So entsteht eine Gemeinschaft der Liebe, in der jeder wächst und Neue willkommen sind. So wächst jeder einzelne und die Gemeinde gewinnt Anziehungskraft für andere. Durch gelebte Jüngerschaft multipliziert sich die Liebe und immer neue Kreise entstehen, in denen die Liebe Gottes gelebt wird. Das dürfen wir mit hundertausenden Gemeinden weltweit neu entdecken – auch in Bremen!

Steffen Kahl-Gaertner, Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Kreuzgemeinde Bremen, 01. März 2026 (KW 10)