#Kurzfassung Predigt zur Jahreslosung 2026 – Görler#

„Siehe, ich mache alles neu“!

Liebe Geschwister im Glauben, die Jahreslosung für das neue Jahr 2026 aus dem biblischen Buch der

Offenbarung (Kapitel 21 Vers 5) nimmt uns direkt mit hinein in Gottes unbeschreibliche Gegenwart. Könnte

man zu Beginn dieses neuen Jahres einen großartigeren Ort aufsuchen? Ich glaube nicht.

Eigentlich ist uns der Einblick in die ewige Dimension Gottes in diesem Leben verwehrt. Nur wenige

Situationen werden in der Bibel beschrieben, in den Menschen ein solcher „Blick durch das Schlüsselloch“

ermöglicht wurde. Dazu gehören die großen Propheten Jesaja, Hesekiel und Daniel. Im Neuen Testament ist

es zuallererst der Diakon Stephanus, dem sich – im Angesicht seines schrecklichen Todes – der Himmel öffnet.

Auch Paulus berichtet von einer Person, die von Gott „bis in den dritten Himmel“ entrückt wurde (dabei

schreibt er vermutlich über sich selbst). Doch schließlich der krönende Abschluss der Bibel: die göttliche

Offenbarung, die dem Apostel Johannes anvertraut wurde und durch die auch wir – als Leser und Hörer –

Bilder und Worte aus einer unbeschreiblichen Welt empfangen können.

„Selig, wer diese Worte hört oder liest“, so beginnt die Offenbarung. Um uns nach ausführlicher

Beschreibung einer Horror-Zukunftsvison direkt mit vor Gottes Thron zu nehmen. Und wie auch Johannes,

so dürfen wir den Allmächtigen schließlich und endlich sprechen hören: „Siehe, ich mache alles neu!“

. Dieses

Kapitel 21 mit seinen ewigen Worten des Allmächtigen gehört für mich persönlich zu den außergewöhnlich

schönen und überragend tröstlichen Passagen der Bibel. Daher lese und teile ich sie auch gerne bei

Bestattungen oder Trauerfeiern von Menschen, die im Glauben an Jesus Christus in die Ewigkeit eingegangen

sind. Menschen, die wussten, dass sie Teil dieser neuen Schöpfung sein dürfen.

Was auch immer in unserem Leben geschehen ist, egal, worunter ein Mensch zu leiden hatte, welche

Begrenzungen dieses irdische Leben mit sich brachte – wir dürfen wissen, dass all das nicht das letzte Wort

haben wird. Gott hat Besseres für uns vor: „Jede Träne wird der Allmächtige selber von den Augen der

Trauernden abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr

sein; denn das Erste ist vergangen“ (Offb. 21,4) . Es stimmt: ALLES wird für uns im Angesicht des ewigen Gottes

neu werden – und wird damit dem Vergangenen seinen Schrecken nehmen.

Eine Frage drängt sich dabei allerdings auf: Gott – warum? Warum nicht gleich die neue, göttliche Welt? War

denn die erste Schöpfung nur ein Irrtum, unsere irdische Weltzeit nur ein Übungslauf für etwas Größeres und

Besseres? Warum der Umweg über so viel Krieg, Leid und Schmerz im Leben von Menschen? Warum muss

es oft so schwer sein – hättest du denn nicht gleich alles perfekt machen können?

Es stimmt – wir leben in einer begrenzten und schmerzhaft beschädigten Schöpfung. Das erleben wir viel zu

oft, selbst in unserem eigenen Herzen. Ursprünglich lesen wir aber etwas ganz anderes: „Gott sah an alles,

was er gemacht hatte, und siehe, es war SEHR GUT.

(Genesis 1,31). Nur wenige Kapitel später klingt die

Einschätzung des Schöpfers dann allerdings anders: „Als aber der Herr sah, dass der Menschen Bosheit groß

war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar, da reute es den Herrn,

dass er die Menschen gemacht hatte auf Erden.

(Gen. 6,5).

Irgendetwas muss dazwischen geschehen sein, durch das alles verändert wurde. Gottes Wort beschreibt uns

das als den Sündenfall der ersten Menschen. Als Abwendung von Gott, dem Schöpfer und Hinwendung zur

Selbstvergötterung (die auch unsere heutige Gesellschaft prägt – mehr denn je). Plötzlich war alles anders,

die eigentlich sehr guten Regeln des Weltgeschehens grundsätzlich verändert. Ist also die ganze Schöpfung,

sind wir – du und ich – nur ein großer Irrtum, für immer verloren, ein Fehler in Gottes Heilsplan?

Ganz sicher nicht! Denn nur so konnte Gott dir und mir seine unermessliche Liebe zeigen, indem er Jesus

Christus zu unserer Erlösung hingegeben hat, „als wir noch Sünder waren“ (Römer 5,8). Nirgends sonst hat sich

die Liebe des Schöpfers zu uns so greifbar, so überwältigend und so unumkehrbar gezeigt, wie am Kreuz Jesu.

Mitten hinein in eine schwer beschädigte Schöpfung: der Höhepunkt der göttlichen Liebe! Und als Jesus am

Kreuz von Golgatha schließlich voller Qual die letzten Worte spricht: „Es ist vollbracht“ und verstirbt, steckt

darin zugleich schon der Neubeginn: „Siehe, ich mache alles neu“

. Mit dem Tod und der Auferstehung Jesu

Christi hat die Transformation zu Gottes neuer Welt bereits begonnen, und ER lädt uns ein, daran

teilzuhaben! Jetzt – und in Ewigkeit.

Hast du diese Einladung bereits angenommen?