#Wochenbrief KW44 – Die wichtigste „Versetzung“ unseres Lebens

Die wichtigste „Versetzung“ unseres Lebens

Er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis
und hat uns versetzt in das Reich seines geliebten Sohnes,
in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden.
Kolosser 1,13f. (LB2017)

Liebe Leser/innen dieses Wochenbriefes!

Wir Menschen leben nicht einfach in einem „neutralen Raum“. Wir leben inmitten der gefallenen Schöpfung, wo Licht und Finsternis versuchen Einfluss auf unser Leben zu nehmen. Der Widersacher Gottes mit seinen Helfershelfern versucht stets, das Licht des Evangeliums von Jesus Christus zu verdunkeln. „Sollte Gott gesagt haben?“ – „Gibt es überhaupt einen Gott?“ – „Lebt es sich nicht mindestens ebenso gut ohne die Gebote Gottes, ohne Vertrauen zu Jesus Christus?“ Das führt zu immer weiter zunehmender Verdunkelung im Leben von Menschen: Es fehlt die Orientierung, das Grundvertrauen, die unerschütterliche Hoffnung. Unfreiheit nimmt zu: Eine „Abwärtsspirale“ weg von Gott! Man wird „spirituell obdachlos“, ohne Woher und Wohin, ohne ewige Zukunft.

Ganz im Gegensatz dazu ist der „Himmel um uns herum“ stets dabei, Licht in unsere Dunkelheit zu bringen. Jeder Hinweis auf Jesus, jede Einladung zum Gottvertrauen, jede Bewahrung oder Gebetserhörung, jede Erkenntnis aus der Bibel durch ein erhellendes Wort Gottes, jede besondere Führung und Fügung des Heiligen Geistes will uns zu Gott ziehen, auf Jesus aufmerksam machen. Wenn wir beginnen, uns darauf einzulassen, wird es heller in unserem Leben, die Finsternis weicht mehr und mehr zurück. Warum: Weil das Licht immer stärker ist als die Finsternis! Wie Jesus offenbart hat: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes 8, 12)

Wenn wir Gott die umfassende Antwort des Glaubens geben, wenn wir unser Leben dem auferstandenen gekreuzigten Jesus Christus anvertrauen für Zeit und Ewigkeit, wenn wir ihn um Vergebung unserer Lebensschuld bitten und Jesus einladen, der Heiland und der Herr unseres Lebens zu werden, dann werden wir ein für alle Mal „versetzt“ – aus der Finsternis der Gottesferne in das Reich Gottes, in den heilsamen Herrschaftsbereich Jesu Christi. Dann wird sein Kreuzestod unsere Gewissheit „Mir sind meine Sünden vergeben!“, dann wird sein Sieg der Auferstehung unsere unverbrüchliche Hoffnung auf das ewige Leben. Wir leben dann mitten in der gefallenen Welt „in Christus“:  Als Kinder Gottes, als „Himmelsbürger/innen“, und als Mitarbeiter/innen Gottes auf der Erde.

Aus einem Leben ohne Gott und gegen Gott wird ein Leben mit Jesus Christus und für Jesus Christus. Dem Umdenken folgt die Umkehr, dem Glauben die Taufe und der Taufe die Gemeinschaft mit den anderen Jesus-Nachfolgern. Und gemeinsam mit den anderen beginnt dann ein Leben mit einer völlig neuen Berufung mitten in der gefallenen Schöpfung: Mit dem Gebet „Komm und richte Deine Herrschaft auf! – Dein Reich komme!“ (Matthäus 6, 10). Diese Bitte will unserem ganzen Leben eine lichtvolle Ausrichtung geben! „Herr, was willst Du, dass ich tun soll / dass wir tun sollen?“ So will sich die heilsame Herrschaft Gottes in unserem Leben und durch unser Leben segensreich auswirken!

                                                                                                       

Steffen Kahl, Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Kreuzgemeinde Bremen, 25. Oktober 2026 (KW 44)