Die wichtigste „Versetzung“ unseres Lebens
Er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis
und hat uns versetzt in das Reich seines geliebten Sohnes,
in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden.
Kolosser 1,13f. (LB2017)
Liebe Leser/innen dieses Wochenbriefes!
Wir Menschen
leben nicht einfach in einem „neutralen Raum“. Wir leben inmitten der
gefallenen Schöpfung, wo Licht und Finsternis versuchen Einfluss auf unser
Leben zu nehmen. Der Widersacher Gottes mit seinen Helfershelfern versucht
stets, das Licht des Evangeliums von Jesus Christus zu verdunkeln. „Sollte Gott
gesagt haben?“ – „Gibt es überhaupt einen Gott?“ – „Lebt es sich nicht
mindestens ebenso gut ohne die Gebote Gottes, ohne Vertrauen zu Jesus Christus?“
Das führt zu immer weiter zunehmender Verdunkelung im Leben von Menschen: Es
fehlt die Orientierung, das Grundvertrauen, die unerschütterliche Hoffnung. Unfreiheit
nimmt zu: Eine „Abwärtsspirale“ weg von Gott! Man wird „spirituell obdachlos“,
ohne Woher und Wohin, ohne ewige Zukunft.
Ganz im Gegensatz
dazu ist der „Himmel um uns herum“ stets dabei, Licht in unsere Dunkelheit zu
bringen. Jeder Hinweis auf Jesus, jede Einladung zum Gottvertrauen, jede
Bewahrung oder Gebetserhörung, jede Erkenntnis aus der Bibel durch ein
erhellendes Wort Gottes, jede besondere Führung und Fügung des Heiligen Geistes
will uns zu Gott ziehen, auf Jesus aufmerksam machen. Wenn wir beginnen, uns
darauf einzulassen, wird es heller in unserem Leben, die Finsternis weicht mehr
und mehr zurück. Warum: Weil das Licht immer stärker ist als die Finsternis!
Wie Jesus offenbart hat: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der
wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“
(Johannes 8, 12)
Wenn wir Gott die
umfassende Antwort des Glaubens geben, wenn wir unser Leben dem auferstandenen
gekreuzigten Jesus Christus anvertrauen für Zeit und Ewigkeit, wenn wir ihn um
Vergebung unserer Lebensschuld bitten und Jesus einladen, der Heiland und der Herr
unseres Lebens zu werden, dann werden wir ein für alle Mal „versetzt“ – aus der
Finsternis der Gottesferne in das Reich Gottes, in den heilsamen Herrschaftsbereich
Jesu Christi. Dann wird sein Kreuzestod unsere Gewissheit „Mir sind meine
Sünden vergeben!“, dann wird sein Sieg der Auferstehung unsere unverbrüchliche
Hoffnung auf das ewige Leben. Wir leben dann mitten in der gefallenen Welt „in
Christus“: Als Kinder Gottes, als
„Himmelsbürger/innen“, und als Mitarbeiter/innen Gottes auf der Erde.
Aus einem Leben
ohne Gott und gegen Gott wird ein Leben mit Jesus Christus und für Jesus
Christus. Dem Umdenken folgt die Umkehr, dem Glauben die Taufe und der Taufe
die Gemeinschaft mit den anderen Jesus-Nachfolgern. Und gemeinsam mit den
anderen beginnt dann ein Leben mit einer völlig neuen Berufung mitten in der
gefallenen Schöpfung: Mit dem Gebet „Komm und richte Deine Herrschaft auf! – Dein
Reich komme!“ (Matthäus 6, 10). Diese Bitte will unserem ganzen Leben eine lichtvolle
Ausrichtung geben! „Herr, was willst Du, dass ich tun soll / dass wir tun
sollen?“ So will sich die heilsame Herrschaft Gottes in unserem Leben und durch
unser Leben segensreich auswirken!
Steffen Kahl, Pastor
der Evangelisch-Freikirchlichen Kreuzgemeinde Bremen, 25. Oktober 2026 (KW 44)