„Der
Herr ist mein Hirte“
Der
HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er
weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
Er
erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens
willen.
Und
ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück;
denn
du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Du
bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du
salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes
und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und
ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.
Psalm
23, 1-6 (LB2017)
Liebe
Leserinnen und Leser dieses Wochenbriefes!
Es besteht kein Zweifel: Kinder leiden unter Ängsten. Hohe
Prozentzahlen von Kindern befinden sich in Therapie, während etwa 40 % der
Jugendlichen anhaltende Hoffnungslosigkeit oder Traurigkeit erlebt haben. Sie
haben mit Suchtproblemen im häuslichen Umfeld, der Inhaftierung von
Elternteilen, Gewalt in der Nachbarschaft und ungestillten Grundbedürfnissen zu
kämpfen. Soziale Medien, Dramen in zwischenmenschlichen Beziehungen und das
Weltgeschehen tragen zur Instabilität unter unseren Jugendlichen bei. Sie wissen
nicht, an wen sie sich wenden sollen, um Trost zu finden. Ein „moralistischer,
therapeutischer Deismus“ ist die vorherrschende Weltanschauung unter ihren
Eltern. Sie glauben an einen Gott – ein höchstes Wesen –, der keine Verbindung
zu der von ihm geschaffenen Welt hat, nicht persönlich in ihr Leben eingreift
und keine Ansprüche an ihre Lebensweise stellt. Diese Weltanschauung erweckt
den Anschein von Moral – das höchste Gut ist es, gut zu anderen zu sein –,
bietet jedoch keine Grundlage dafür, eine Handlung als falsch und eine andere
als richtig zu beurteilen. Sie ignorieren das biblische Fundament der Moral und
setzen stattdessen ihre eigenen Vorstellungen von Richtig und Falsch durch;
Moral basiert auf „meiner Wahrheit“ statt auf Wahrheit. Zudem ist diese
Weltanschauung therapeutisch geprägt: Der Sinn des Lebens liegt im eigenen
persönlichen Glück; es gibt keinen höheren Sinnzusammenhang. Ohne einen Anker
für ihre Seele und ohne das Wissen um einen souveränen Erlöser, der sie liebt
und alles zu ihrem Besten lenkt, ist es kein Wunder, dass Kinder
orientierungslos sind. Sie irren auf selbst gewählten, falschen Wegen umher –
erfüllt von Sorgen und Angst, bedrückt durch ihr fehlendes Glück und ungewiss darüber,
was die Zukunft für sie bereithält.
In der vergangenen Woche haben wir die Kinder anhand
des Lebens von David und des 23. Psalms mit dem sanftmütigen guten Hirten
bekannt gemacht. Sie konnten jenem Gott begegnen, der sie nach seinem Ebenbild
geschaffen hat – mit großer Sorgfalt, zu seiner Ehre und zum Wohl von uns
allen. Jenem Gott, der die Welt so sehr liebte, dass er seinen Sohn als Opfer
für die Sünde hingab. Jenem Gott, der uns auf den rechten Weg führt, der in
jeder Prüfung Trost spendet, der für all unsere Bedürfnisse sorgt und in dem jede
Verheißung „Ja“ und „Amen“ ist.
Was
für ein wunderbares Erbarmen, dass wir sagen können: „Der Herr ist mein Hirte.“
Dass der Schöpfer des Universums mein persönlicher Hirte ist. Lasst uns beten,
dass wir unser Leben im Licht dieses guten Hirten führen. Das war auch unser
Ziel mit der „Vacation Bible Fun 2026“ mit über 100 Kindern und ca. 50
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir danken Gott für eine gesegnete Woche für
und mit Kindern, die alle einen guten Hirten für ihr ganzes Leben brauchen. Wie
schön, dass wir als sechs Gemeinden in der Kreuzgemeinde – zusammen mit einigen
amerikanischen Geschwistern – international, kreativ und fröhlich den Kindern
die Liebe Gottes nahebringen konnten. Wir danken allen, die mitgearbeitet
und/oder mitgebetet haben!
Steffen Kahl, Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Kreuzgemeinde
Bremen, 05.07.2026 (KW 28)