#Wochenbrief KW18 Jh 15, 1-8 Weinstock A Peter 26.04.2026#

Sonntag, 26.04.2026 | Jüngerschaft glauben. einfach. leben. „Ich bin der Weinstock – du bist es nicht.“

In der Predigt heute ging es wieder um das Thema Jüngerschaft und wie wir unseren Glauben ganz einfach leben können (glauben. einfach. leben.), ohne dass es zu kompliziert ist, um es in der Praxis, also unserem Alltag umsetzen zu können. Jüngerschaft bedeutet ja nicht einfach, mein persönliches Glaubensleben, sondern auch, wie wir andere Menschen Jesus näherbringen können. Bei manchen mag mit dem Thema auch Druck verbunden sein, dass man sich anstrengen muss, um eine richtige Jüngerin Jesu zu sein, oder ein richtiger Jünger. Jüngerschaft wird dann schnell etwas für besonders ambitionierte Menschen, mit Regeln und Leistungen, die wir oft gar nicht schaffen können. In der Predigt haben wir uns einen Text angeschaut, wo Jesus etwas darüber verrät, wie Nachfolge aussehen kann, wenn es nicht auf Leistung, sondern unsere Beziehung zu ihm ankommt. Dazu haben wir gemeinsam Johannes 15, 1-10gelesen und uns darüber ausgetauscht, was uns an diesem Text persönlich berührt.

Dazu haben wir in kleinen Gruppen zusammengesessen. Denn auch das ist Teil von Jüngerschaft, dass wir nicht alleine unterwegs sind, sondern gemeinsam, dass wir uns gegenseitig unterstützen und Gott durch seinen Geist auch durch die anderen zu uns spricht und wirkt. Danach sind wir noch auf einige Aspekte des Textes und von Jüngerschaft eingegangen.

Was berührt dich, wenn du diesen Text liest? Und was kannst du in der kommenden Woche davon umsetzen, was dich hier angesprochen hat? Gibt es etwas, das du mit jemandem teilen kannst, der Jesus noch nicht kennt?

Jesus macht in diesem Text klar, dass es vor allem auf unsere Beziehung ankommt. Wenn wir aus dieser Beziehung in unserem Alltag leben, dann geschieht Frucht als Konsequenz davon. Frucht ist also keine Leistung, oder kein Bemühen, etwas richtig zu machen, sondern es entsteht aus der Verbindung mit Jesus. So wie es bei einem Weinstock ist. Die Reben bringen Frucht, weil sie in der Verbindung mit dem Weinstock sind, der sie mit den notwendigen Nährstoffen versorgt. Ist diese Verbindung unterbrochen, können die Nährstoffe nicht fließen. Schlimmstenfalls verdorrt ein Trieb und stirbt. Aber Jesus sagt noch etwas Spannendes in diesem Text. Das Wort für Abschneiden kann auch mit Hochhebenübersetzt werden. Ein Weingärtner geht nicht mit der Motorsäge durch die Reben und sägt alles ab, was keine Leistung bringt, sondern er hebt zunächst einmal die Ranken hoch, damit sie sich entwickeln können. Die Reben, die sich verirrt haben, die hebt der Weingärtner also hoch, damit sie Frucht bringen können. Was bereits tot ist, das schneidet er ab, damit es nicht hindert. Das wird verbrannt. Hier geht es also nicht um Strafe für die, die die Leistung nicht bringen, sondern um Fürsorge in der Verbindung mit ihm, damit möglichst Frucht entsteht.

Jüngerschaft ist also etwas, das aus der Beziehung zu Jesus wächst und dann auch nach außen Frucht bringt. Die Beziehung zu ihm ist vielleicht die Voraussetzung dafür, dass dein Glaube auch nach außen sichtbar wird und andere Menschen auf Jesus aufmerksam werden können. Da wo das nicht passiert, da dürfen wir uns fragen, wo wir neu in diese Verbindung mit Jesus investieren sollten. Er lädt uns ein, ganz nah an ihm dran zu sein, weil er uns mit allem versorgen möchte, was wir brauchen. Bleib in der Verbindung mit Jesus und Jüngerschaft beginnt, wenn du anfängst, da wo du bist.

Eine gesegnete Woche dir!