#Wochenbrief KW 49 „Komm, Herr Jesus!“

„Komm, Herr Jesus!“

Es spricht, der dies bezeugt:
„Ja, ich komme bald.“ –
„Amen, komm, Herr Jesus!“
Offenbarung 22, 20 (LB2017)

Liebe Leserinnen und Leser dieses Wochenbriefes!

Im großen internationalen Gottesdienst mit Taufe und Abendmahl am 1. Advent 2023 haben wir
gemeinsam mit allen fünf Gemeinden in der Kreuzgemeinde über das letzte Gebet in der Bibel
nachgedacht. Wir finden es ganz am Ende der Johannes-Offenbarung, im Kapitel 22, Vers 20 (siehe
oben).

„Ja, ich komme bald.“
Als allerletztes kündigt Jesus dem Apostel und Seher Johannes erneut seine Wiederkunft in Macht
und Herrlichkeit an. Alle Vorhersagen der endzeitlichen Entwicklungen der Geschichte münden nicht
in einem finalen Untergangs-Szenario. Vielmehr ist die Johannes-Offenbarung im eigentlichen Sinn
ein Trost-Buch: Gott selbst bleibt der Herr über die Geschichte der Menschen und der Welt. Die
Wiederkunft Christi wird das aller Welt vor Augen führen. Ganz am Ende werden wir staunen über
einen neuen Himmel und eine neue Erde! Es lohnt, sich Jesus anzuvertrauen, ihm nachzufolgen und
an seiner ewigen Zukunft teilzuhaben!

„Amen, komm, Herr Jesus!“
Das letzte Gebet der Bibel hat der Seher Johannes als Antwort auf die Ankündigung von Jesus („Ich
komme bald!“) gebetet. Er betet voller Sehnsucht und Erwartung. Er hat verstanden: Es gibt nichts
Besseres für die gefallene Schöpfung, als das Gott seine heilsame Herrschaft durch Jesus
vollkommen neu aufrichtet. Der Apostel Johannes fürchtet sich nicht der Wiederkunft Jesu entgegen,
sondern er sehnt sich ihr entgegen. So erwartungsvoll haben Christen weltweit in allen Jahrhunderten
gebetet. Wie können wir dieses Gebet verstehen und selbst so beten?
„Amen, komm, Herr Jesus!“: „Erlöse die Welt!“
Zu allen Zeiten war offensichtlich, wie erlösungsbedürftig die Welt wirklich ist. Auch im 21. Jahrhundert
ist das nicht zu übersehen. Kriegerische Konfliktherde, Erdbeben, Hunger, Klimawandel, Pandemien,
Krisen aller Art – diese Liste lässt sich lange fortsetzen und sie wird nicht kürzer. Vieles davon findet
sich z.B. in den Endzeit-Reden von Jesus wieder (vgl. Matthäus 24 & 25; Lukas 21; Markus 13).
Doch: Aus alledem ist Jesus am Ende der Erlöser. Wir dürfen um die Erlösung der Welt von allem
Bösen beten: „Komm, Herr Jesus!“
„Amen, komm, Herr Jesus!“: „Wirke hier und jetzt durch Deinen Geist!“
Das bedeutet aber gleichzeitig auch, dass wir – auch vor der Wiederkunft Jesu! – hier und jetzt um
SEIN aktuelles Wirken bitten dürfen. Der kommende Herr ist ja schon gegenwärtig durch seinen Geist.
Mitten in allen Herausforderungen dürfen wir mit Jesus rechnen und seine Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter sein. Wir sitzen nicht auf der Wartebank zur Wiederkunft Christi! In jeder heutigen Situation
„Komm, Herr Jesus!“ zu beten bedeutet, engagiert und konstruktiv sich einzusetzen mit Worten und
mit Taten im Namen Jesu. Die Gute Nachricht von Jesus sollen möglichst alle hören und erfahren!
„Amen, komm, Herr Jesus!“: „Komm in mein Herz!“
Das alles beginnt damit, dass wir Jesus als Herrn in unser Herz einladen und so ganz uns selbst ihm
anvertrauen für Zeit und Ewigkeit. Nur so gehören wir schon in der alten Welt zu Jesus und daran
wird sich dann in seiner neuen Welt nichts ändern! Das Gebet „Komm, Herr Jesus!“ führt uns
zuverlässig durch die endzeitlichen Entwicklungen und bringt uns zum Ziel! – Kopf hoch, ER kommt!
Euer

Steffen Kahl, Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Kreuzgemeinde Bremen, 03. Dezember 2023 (KW 49)